Sunday, October 28, 2007

Keuka Lake Wine-Trail

Manchmal arbeite ich wirklich streng hier in Geneva, was gelegentlichen Wochenenddienst nicht ausschliesst. So auch diesen Sonntag: Ich hatte Weiterbildung auf einem Wine Trail um den Keuka Lake (say "Kiuka") ;-) Eine Mitarbeiterin von Jason organisierte uns eine Stretchlimousine, welche uns den ganzen Tag von einem Weinkeller zum nächsten fuhr. Bei 14 Leuten war die Limo allerdings eher kuschlig als bequem & nobel... Spass hats aber auf alle Fälle gemacht! Weinkritik: Weine über 12 $ aus der Fingerslake Region sind ihr Geld meist nicht wert. Ich kauf mir lieber einen richigen Bordeaux als einen faked, foxy Bordeaux Blend für 38 $ der zu allem Übel auch noch richtig bretty ist (bretty ist nicht gleich pretty sondern schmeckt nach Schweiss oder animalisch)... Manche Weissweine sind aber richtig gut & können international mithalten.
Wine Trail Keuka

Saturday, October 27, 2007

Halloween & Abschied Fanny & Claire Party

Da Fanny und Claire am Mittwoch das Land verlassen, stieg am Freitag Abend eine Halloween-Farewell-Party im Triplex. Ich testete schon mal mein zukünftiges Zuhause & schlief gleich dort. Ich werde am Mittwoch das Zimmer von Fanny übernehmen und dann mit Heidi eine Schweiz-Österreich WG bilden. Ich freu mich schon riesig darauf!!! :-)

Halloweenparty

Sunday, October 21, 2007

Québec est très français, eh!

Am Sonntag entschieden wir uns, einen Ausflug nach Québec zu machen, welches rund 2.5 h nördlich von Montréal liegt. Jason entschied sich in Anbetracht seiner Schmerzen, sechs Tabletten Ibuprofen zu schlucken, statt der vom Apotheker empfohlenen zwei und so schwoll seine Oberlippe schon bald zu einer beträchtlichen Grösse an (und die Füsse schmerzten trotzdem noch): Unglück Nummer 3. Bei einem Tankstop hüllte er darum einen schwarzen Schal um seinen Kopf um die Lippe zu verstecken, was wiederum den Tankwart leicht nervös machte... Die Besichtigung von Québec fiel somit für Jason ebenfalls ins Wasser, da er immer noch nicht richtig laufen konnte. So liefen wir halt nur zu fünft quer durch die Altstadt von Québec, welche mal mit richtig alten Gebäuden auftrumpfen konnte, nicht bloss Gebäuden aus dem letzten Jahrhundert so wie in den USA... Zusammen mit dem (äusserst komischen) Französisch rundherum, fühlten wir uns fast ein wenig wie in Europa :-) Allerdings übertreiben die Québecois ihre Frankophonie etwas: Anstelle von "Stop" steht "Arrêt" auf den Verkehrsschildern und der "drive-in" heisst "en-volant". Ausserdem rollen sie den "r" und setzen wo immer möglich ein "eh" ein. Gegen Abend fuhren wir nach Montréal zurück, wo wir beim Inder vis-à-vis der Jugendherberge assen, damit Jason nicht zu weit laufen musste ;-) Ausklang des Abends bei einem erneuten Schnarchkonzert...

Québec

Saturday, October 20, 2007

Montréal

Am Freitag Abend ging es für ein verlängertes Wochenende nach Kanada. Abfahrt war am Freitag um 3.30 p.m. vorgesehen und so kamen Daisuke und ich ganz schön ins Schwitzen, als wir erst um 3.45 p.m. dem Labor entfliehen konnten. Wie üblich waren wir am Ende dann aber doch wieder die Ersten und so fuhren wir erst um 5 p.m. los. Sechs Stunden Autofahrt lagen vor uns. Auf der amerikanischen Seite konnten wir dank einem in NY legalen Polizeiradargerät unbesorgt die Tempolimit von 65 mph überschreiten (mit 100 km/h auf der Autobahn schläftman sonst ja auch ein). Am kanadischen Zoll erweckten sechs Leute aus fünf verschiedenen Ländern in einem Mietauto ziemlich viel Misstrauen und so mussten wir uns persönlich am Schalter vorstellen, bekamen dann aber wenigstens einen Stempel in den Pass und konnten es mit einer Pinkelpause kombinieren... Weiter ging es durch Ontario, wo wir nach einem Halt in einer Autobahnraststätte rasch merken mussten, dass das Radargerät in Ontario nicht legal ist (in Québec wärs dann wieder legal gewesen): Gleich drei Polizeiautos (mit farbiger Weihnachtsbeleuchtung auf dem Dach) stoppten uns bei der Autobahnausfahrt & verzögerten die Weiterfahrt um 20 min, verschönerten das Ganze mit einer Busse von 170 $ und konfiszierten das Radargerät (weitere 250 $)... Dies war der Start für ein Wochenende voller Missglücke für Jason... Gegen 11 Uhr kamen wir dann in Montréal an und konnten unser 6-er Zimmer in der Jugendherberge mitten in Downtown beziehen.Am Samstag erkundeten wir die Stadt zu Fuss, sahen so ziemlich jede Kirche in Montréal, einschliesslich der Notre-Dame Kopie in welcher Céline Dion heiratete und liefen durch den Park auf dem Mont Royal ("Mont" im bernischen Sinne = 250 m Erhebung gegenüber der Stadt). Den Spaziergang machte Jason allerdings nicht mehr mit, da seine Füsse zu diesem Zeitpunkt wund vom vielen Laufen waren: Unglück Nummer 2... Nach einem griechischen Essen und ein paar kanadischen Bierchen schliefen wir mit Schnarchkonzert von Daisuke und Jason ein...

Montréal

Friday, October 5, 2007

Pressen!

Nachdem die Fermentation anfangs eher langsam fortschritt, änderte sich am Freitag alles schlagartig. Der Wein war auf einmal trocken (d.h. der Zucker war abgebaut) und so wollten wir ihn nicht mehr übers Wochenende stehen lassen. Also entschlossen wir uns am Freitag Abend um 18.00 Uhr, den Wein noch zu pressen. Damit war klar: Die Woche fing mit einem 17 h Tag an und wird mit einem 17 h Tag aufhören...
Die Hälfte des Weins konnte ich dem Weinbauer zurück geben, da ich nach dem Pressen in kleineren Gefässen weiter arbeiten konnte. Für mich behielt ich natürlich nur das Beste- den "free run", das ist der Saft, den man ohne Pressen bekommt.
Morgens um eins war die Arbeit getan und zurück blieben nur die schmutzigsten Hände meines Lebens. Alles blau vom Wein und das geht auch mit Seife und Schrubben nicht weg...

Pressen!

Wednesday, October 3, 2007

Rühren, rühren, rühren...

Die lieben Hefen machen aus Traubenmost Wein (ein grosses Dankeschön an dieser Stelle!). Dabei produzieren sie ganz schön viel CO2 = Gasbläschen, welches die Traubenhäute aus dem Most drückt. Um zu verhindern, dass diese an der Oberfläche austrocknen und um möglichst viel rote Farbe in den Wein zu bekommen, müssen die Häute 5 mal am Tag in die Flüssigkeit gedrückt werden. Da die Schicht aus Traubenhäuten und Kernen sehr kompakt und ca. 20 cm dick ist, braucht es dementsprechend viel Kraft, um sie in die Flüssigkeit zu drücken. Nachdem die Häute wieder im Most sind, muss man ihn noch 45 mal kräftig rühren, damit sich die Farbe gut entwickelt. Da ich das mit 14 Tanks machen musste, hatte ich 5 mal am Tag ein 45 min Armworkout- das letzte mal erst um Mitternacht... Neben diesem Workout blieb also nur sehr wenig Zeit zum Schlafen :(

Monday, October 1, 2007

Let's make wine!

Am Montag ging's dann mit dem Vinifizieren los. Nun musste ich die Tonne Trauben doch noch aus eigener Kraft von der Palette in den Crusher/Destemmer laden, wo die Trauben von den Stängeln abgetrennt und gequetscht wurden. Muckis Workout Teil 1. Anschliessend verteilten wir die Trauben auf 14 Fässer, bestimmten den pH, justierten ihn z.T. auf einen gewünschten Wert, erwärmten den Most auf 22°C, fügten Hefenährstoffe u.a. hinzu und konnten um 1 Uhr nachts mit den Hefen und Bakterien animpfen. Volles Programm- wir machten nur 1 h Pause um abends etwas zu essen, ansonsten hatte ich nicht 5 min nichts zu tun. Danach noch gut rühren (Workout Teil 2) und Proben nehmen und um 2 Uhr nachts, konnte ich endlich nach einem 17 h Tag nach Hause. Auf dem Heimweg hatte ich Angst, einem Schwarm Bienen über den Weg zu laufen, da ich von oben bis unten voll mit süssem, klebrigen Traubenmost bekleckert war. Ich wäre ein Festtagsschmaus gewesen! Zu Hause wollte ich nur noch eine Dusche nehmen & das Kissen anlächeln aber dummerweise kontrollierte mein Vermieter an diesem Tag die Feuermelder im Haus und hatte mein Zimmer aus Versehen abgeschlossen, so dass ich nicht rein kam. Somit musste ich in einem anderen Zimmer übernachten :( Aber ich glaube, ich hätte nach diesem Tag auch stehend schlafen können...
Let's make wine!