Wednesday, February 13, 2008

Japanisch lernen in Amerika

Eines guten Tages (wahrscheinlich mit ein paar Saké intus) hatte ich die glorreiche Idee, japanisch zu lernen. Schliesslich arbeite & wohne ich ja mit einem Japaner zusammen und habe somit einen perfekten Lehrer. Meine anfängliche Freude an dieser Idee wurde dann etwas geschmälert, als ich einsehen musste, dass es "einfacher" ist, japanisch zu lernen, wenn man es auch lesen kann. Da dies in Hinsicht auf einen zukünftigen Aufenthalt in Japan jedoch auch ganz nützlich ist, entschloss ich mich, zuerst japanisch schreiben zu lernen. Nun sind die Zeichen nicht ganz so schwierig wie ich mir das vorgestellt hatte (im Vergleich zu chinesischen) aber leider existieren eine ganze Menge von denen. Es gibt zwei Alphabete welche die Grundlage des japanischen bilden und dann auch noch ein paar chinesische Schriftzeichen (an welche ich im Moment lieber noch nicht denke). Beide Alphabete bestehen aus 48 Zeichen, welche jeweils für eine Silbe (z.B. ha, be, ku,...) stehen. Das erste Alphabet, Hiragana, hab ich nun nach 2 Wochen lernen mehr oder weniger im Griff. Das Level entspricht also dem eines 1. Klässlers in Japan ;-)
Ich versuche diese Woche dieses Alphabet noch zu festigen, indem ich japanisch geschriebene Sushi Namen versuche zu entziffern (komme mir wirklich wie in der 1. Klasse vor: Lesegeschwindigkeit = 1 Wort pro Minute)! Nächste Woche geht's dann vorraussichtlich mit dem zweiten Alphabet los und irgendwann dann vielleicht einmal ans Vokabeln lernen (ich hoffe Daisuke ist bis dann noch hier!!!)...

Sunday, February 10, 2008

Toronto in winter

Daisuke interessierte sich für das Amt in Ontario, welches den Alkohol Import regelt, da er auf einem solchen in Japan arbeitet. In Ontario werden alle ausländischen alkoholischen Getränke durch die LCBO (Liquor Control Board of Ontario) importiert und auf ihre Qualität getestet. Da der Hauptsitz in Toronto ist, kombinierten wir das Berufliche mit dem Vergnügen und legten die Besichtigung auf einen Freitag, so dass wir das Wochenende in Toronto verbringen konnten. Mit Nick, welcher aus der Nähe von Toronto kommt und seiner Freundin welche in Toronto lebt, hatten wir denn auch perfekte Reiseführer. Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit und so kämpften wir uns durch Schnee (1 m Neuschnee), Matsch, Regen und am Sonntag mit -15°C und 70 km/h Wind (gefühlte -25°C). Die Aussicht vom CN Tower konnte ich also auch dieses Mal nicht bewundern. Glücklicherweise hat Toronto aber ein grosses Netz an unterirdischen Fussgängerwegen, so dass man grosse Teile an der Wärme und im Trockenen laufen kann. Von der Stadt sieht man so allerdings leider nicht viel... Somit machten wir nicht all zu viel Sightseeing & genossen die Stadt dafür kulinarisch und kurbelten die Wirtschaft mit Shopping an: Zuerst im St. Lawrence Market (Frischmarkt mit vielen verschiedenen Käsen aus der ganzen Welt, frischem Fisch und anderes Meeresgetier, Fleisch, Früchten,...) und dann im grössten Einkaufszentrum Torontos, dem Eaton Center. Dort wurde unglücklicherweise Daisukes Portemonnaie geklaut & das Sperren der Kreditkarte nahm ganze 50 min in Anspruch, da er sich am Telefon nicht all zu gut verständigen konnte... Um seine Stimmung etwas aufzuheitern, schlug ich ihm vor, japanisch essen zu gehen. Wir gönnten uns ein Dinner mit Udon Suppe, japanischen "Pickels", Tempura, Sushis, Chicken und Beef Teriyaki und einem Glace zum Dessert. Dazu zuerst japanisches Bier (sehr gut, ähnlich wie schweizer Bier) und danach warmer Saké. Letzteren habe ich inzwischen richtig gerne! Am Sonntag machten wir auf unserem Rückweg Halt in einem IKEA, weil Nick noch ein paar Sachen für seine neue Wohnung brauchte. Ich war Shopping im IKEA natürlich nicht abgeneigt & nutzte die Gelegenheit um unserem Haus ein neues Styling zu verpassen... Pimp my house!!!

Toronto II

Wednesday, February 6, 2008

Geneva-Grau

Seit meiner Rückkehr aus der Schweiz beherrscht eine Farbe das Leben in Geneva: GRAU. Grau am Morgen, hellgrau am Mittag und grau am Abend. Die Sonne hat man hier seit 6 Wochen nicht mehr gesehen, was etwas auf die Stimmung drückt.
Geneva am Mittag: Hellgrauer wird es nie...
Die grosse Abwechslung war dann letzte Woche der Eisregen. Ein Phänomen dass ich hier in Amerika zum ersten Mal gesehen habe. Eisregen ist Regen der beim Aufprall gefriert. Nicht Hagel, nicht normaler Regen und auch nicht Schnee, Eisregen halt. Eisregen überzieht alles mit einer dicken Eisschicht und kann schon mal ganze Städte lahm legen. Das Auto zu enteisen wird zur Kraft- und Ausdauerprobe, da man die dicke Eisschicht mit dem Eiskratzer manchmal fast nicht durchbrechen kann und wenn man dann einmal ums Auto rum ist, so muss man entmutigt feststellen, dass die Stellen die man als Erstes enteist hat, schon wieder vereist sind. Wenn das Auto dann endlich halbwegs eisfrei ist, kann man sich auf die vereiste Fahrban freuen...

Eisregen

Saturday, February 2, 2008

Carneval in Geneva

Der Gätsch mag vielleicht ohne mich stattfinden aber ein Jahr ohne Fasnacht ist nicht vorstellbar für mich. Deshalb haben alle die in Geneva etwas von Fasnacht verstehen kurzerhand diese Kultur nach Amerika gebracht. Janise (Spanien), Paulo (Brasilien) und ich organisierten unsere eigene Fasnacht, welche auch ganz lustig war...

Aileen und Janise als Flamenco Tänzerinnen, Daisuke als Bierflasche und ich als Chinesin